Hart umkämpfter Auswärtspunkt

Ein stark von äußeren Umständen beeinflusstes Spiel, kostete den Schweinfurter Mädels am Ende den Auswärtssieg.
So mussten die anfangs schläfrigen Schweinfurterinnen schon in der 3. Spielminuten einen den schlechten Rasenbedingungen verschuldeten Gegentreffer hinnehmen, der allerdings kein deutliches Aufwachen seitens der Gäste bewirkte. Daraufhin entwickelte es sich zu einem Geplänkel mit hoher Passungenauigkeit im Mittelfeld, welches zu keinen wirklichen Chancen auf beiden Seiten führte. Dieses Spielgeschehen änderte sich nicht wirklich, wobei Schweinfurt den spielerischen Anteil dominierte, bis Cinja Lindemann mit einem strammen Torabschluss aus 20 Metern den Ausgleichstreffer erzielte. Durch diesen motiviert engagierten sich Mädels aus Schweinfurt deutlich mehr und konnten sich einige Torchancen erarbeiten, bis allerdings eine absolute Fehlentscheidung des jungen Schiedsrichters, bei der er eine eindeutige Abseitsstellung der Reitscher Spielerin nicht erkannt und gepfiffen hatte, den darauffolgenden Führungstreffer des SV Reitschs ermöglichte. Auch nach lautstarken Protesten der Schweinfurter und sogar der Zustimmung der Reitscher Trainer, die auch das Tor für ungültig befanden, konnte der Schiedsrichter nicht umgestimmt werden, sodass es mit einem Spielstand von 2:1 in die Pause ging. Von der Halbzeitpause erholt und moralisch gestärkt dominierten die Juniorinnen des 1. FC Schweinfurts weiterhin den Spielverlauf, wurden allerdings durch einen schnellen Kontervorstoß der Heimmannschaft überrascht, die diesen erfolgreich abschlossen. Zusätzlich wurde das Spiel durch weitere Unstimmigkeiten mit inkonsequenten Entscheidungen des Schiedsrichters angeheizt, dass spätestens zu diesem Zeitpunkt die anfangs vorhandene Schläfrigkeit im Schweinfurter Team abgeschüttelt wurde und zu einem engagierten und offensivem Spiel entwickelt wurde. Der daraus resultierende Anschlusstreffer von Cinja Lindemann, der durch eine schöne Kombination entstanden ist, markierte die Überlegenheit der Gäste, die besonders in der letzten halben Stunde deutlich wurde. Mit dem Ausgleichstreffer in der 2. Minute der Nachspielzeit durch einen sicher verwandelten Elfmeter von Cinja Lindemann, der durch ein Foul an Henriette Hörnlein verursacht wurde, konnten sich die Mädels mit einer deutlichen Leistungssteigerung und tollen Paraden der Schweinfurter Torhüterin Aileen Rippl ein 3:3 erkämpfen und einen mehr als verdienten Punkt aus Reitsch mit nach Hause nehmen, wobei sie sich das Leben durch Ungenauigkeiten und Fehlpässen selbst schwer gemacht haben.

 

Bericht von unserer Spielerin Cara Bettendorf