Der Erste war zu stark

28.04.19, 1.FC Schweinfurt 05 – TSV Theuern 1:2 (0:1)

Nach den Siegen und starken Leistungen der vergangenen Wochen stand für die
Schweinfurter Damen eine Bewährungsprobe gegen Tabellenführer Theuern bevor.
Jedoch erwischten die Schnüdel eine mäßige erste Halbzeit: das Spielgeschehen
fand nahezu ausschließlich in der Hälfte des FC 05 statt, die Defensive stand
tief und infolge des Pressings der Gäste permanent unter Druck. Übermächtig
erschien Theuern im Mittelfeld, dominierte beinahe nach Belieben und durchschnitt
die Viererkette ein ums andere Mal.
Hatte Jacqueline Meißler Minuten zuvor noch eine Doppelchance der Gäste
vereitelt, war in der 42. Minute auch sie machtlos, als Theuerns Spielmacher
freistehend einschob.
Entlastungsangriffe der Gastgeber waren rar gesät, sodass ein Kopfball Jennifer
Rödings Schweinfurts einzige nennenswerte Möglichkeit verblieb.
Schlicht eine Halbzeit zum Vergessen.

Sei es aufgrund der Kabinenansprache, taktischer Umstellungen oder nachlassenden
Pressings der Gäste – festzuhalten bleibt die deutliche Steigerung in der zweite
Spielhälfte. Die Schweinfurter Damen beteiligten sich nun selbst am Spiel und
versuchten entschlossener, Möglichkeiten herauszuarbeiten. Einen dieser
Chancenansätze nutzte Antonia Heider kaltschnäuzig in der 64. Minute. Auf
einmal stand es Unentschieden und so manche Gästespielerin rieb sich verwundert
die Augen. Der sicher geglaubte Sieg Theuerns stand auf der Kippe und Schweinfurt
witterte Morgenluft.

Die Gäste jedoch berappelten sich, erkannten den Ernst der Lage und blieben
gefährlich, auch wenn klare Möglichkeiten ausblieben. So war es ein
Sonntagsschuss in der 71. Minute, welcher den Gästen drei Punkte bescherte,
Schweinfurts Hoffnungen auf einen Luckypunch zunichte machte und schlussendlich
die Niederlage besiegelte.

Fazit: Diese Niederlage war leider aufgrund der schwachen ersten Hälfte
verdient. Gegen einen solchen Gegner – Theuern steht nicht zu Unrecht an Position
eins – braucht es mehr Einsatz, Kämpferwillen und Mut über die gesamte
Spielzeit.
Gleichwohl heißt es nun, das Spiel abzuhaken beziehungsweise die Lichtblicke der
zweiten Halbzeit mitzunehmen und den Fokus nach vorne auf die Partie gegen
Nürnberg zu legen. Denn noch ist nichts verloren.